Our Christmas Carol

geschrieben von Jack Jasra

Prolog

Die Tür ging langsam und knarrend auf… «… Herrgott! Du hast es also doch noch geschafft!» Schnee bedeckte meinen dicken, schwarz-weiß gestreiften Schal, der wild dem Verlauf des Windes folgte. Es war dunkel – große Schneeflocken kamen mir von der Seite entgegen, der die Welt doch unscheinbar schon über Nacht in eine traumhafte, weiße Landschaft verwandelte. Doch merkte man jetzt davon recht wenig. Es war eisig kalt, verlassen und wütend. Ich hatte meinen Anglerhut schon vor Monaten abgelegt. Doch stattdessen trug ich eine warme Mütze in schwarz-grauer Farbe. Trotz meiner warmen Bekleidung fror ich ziemlich, noch dazu, dass ich schon zehn Minuten lang hier vor der Tür der Jasra Bar stand. Und als ob das nicht genug wäre, musste ich gut acht Päckchen vom Hafen bis hier her tragen. «Komm rein, Jack!»
Chris Jasra machte mir die Tür auf und lies mich endlich rein. Es war der 24. Dezember – Heilig Abend! Ich war zuvor in unserer Anwaltskanzlei und hatte die Geschenke für die Familie geholt, die wir in Heela eingekauft hatten. Ich hatte befürchtet, dass ich es nicht mehr schaffte, doch es hatte trotzdem geklappt! Es waren sogar schon alle da. Cosmo, Steffen, Devil, Birf und sogar Malon. Alle fein gekleidet und mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Als ich durch die Runde sah, bemerkte ich, dass auch Sina unter ihnen war.. Sina? Kaum war ich so überrascht, wie jetzt. Ich hatte mir gewünscht, dass ich sie zu Weihnachten sehe, aber dass es trotzdem noch geklappt hat.. Während mein Blick verwundert auf Sina gerichtet war und ich langsam nach vorne Schritt bemerkte ich nicht… «Hallo Leute.. Hallo… Si…», dass ich mit dem Fuß an einem Stuhl des Cafes hängen geblieben bin. Plötzlich verlor ich das Gleichgewicht und es fetzte mich samt Geschenke nach vorne bis ich mit Schwung auf den harten Holzboden knallte! «JACK!… Ist dir was passiert..?» fragte Sina. Ich sah nach oben und lächelte. «Hehe!.. Alles klar!» So richtete ich mich langsam wieder auf und klopfte mich ab. Chris half mir derweil die Geschenke mit aufzusammeln. Wir stellten sie unter unseren hübschen Weihnachtsbaum und saßen uns anschließend in die Runde.
«Jack ist der Weihnachtsmann, was?» Fragte Steffen scherzhaft. «Ja klar, ho ho ho.» antwortete ich. Das Cafe war heute besonders traumhaft. Chris hatte alles weihnachtlich geschmückt und die sonst so gastronomische Atmosphäre wurde von einer warmen und sanften Weihnachtsstimmung überdeckt. Chris hatte fast alle Tische und Stühle ins Lager gebracht. Bis auf einige Stühle auf denen wir eben saßen. Das Licht war sehr gedämmt bis auf einige Beleuchtungen die an der Bar angebracht waren und die Lichter die den kleinen Teich neben der Bar atmosphärisch aufhellte. Man konnte den wütenden Wind hören, der draußen wütete, trotz dem war es irgendwie beruhigend, da wir hier im Warmen waren. Wir saßen am hübschen Kamin des Cafes – bunte Weihnachtssocken hingen darüber. Das Feuer bewegte sich sanft und knisterte beruhigend. Ich streckte meine Arme aus um sie von der Kälte draußen zu wärmen. Wir hatten uns alle zu Weihnachten zusammen gefunden. Es war in der Tat ein wundervolles Gefühl – die Menschen die dir so viel bedeuteten, saßen um dich rum und waren genauso froh dich zu sehen wie du sie! Der Wind draußen wurde immer heftiger und ich meine ich konnte einen Donner vernehmen. Chris stand eben auf und ging in Richtung des Kühlschrankes als ein greller Blitz die Umgebung erhellte und im nächsten Moment alle Lichter ausgingen. Das Einzige was den Raum nun noch erleuchtete war das Feuer im Kamin, das trotz der Kälte nicht an Kraft verlor. «Wahh! Der Strom ist weg!» Alle waren Erschrocken. «Ich seh mir mal die Sicherungen an.» Sagte Chris. Ich stand von meinem warmen Stuhl auf und folgte ihm dann. Wir gingen hinter die Theke und öffneten den Sicherungskasten, der sich hinter einem Bild von Chris und mir befand. «Hmm… Alles in Ordnung… seltsam.» Sagte Chris, während er die Sicherungen genau betrachtete. «Es muss irgendeine Leitung im Arsch sein.. Na gut. Dann schlag ich vor, dass wir uns wieder zu den anderen setzen und warten.» Chris stimmte mir zu und so gingen wir zurück. «Was machen wir nun?», fragte Devil.
«Jack!» Sagte Steffen. «Ja?» «Erzähl uns doch ne Geschichte! Du kennst doch sicher eine.» Eine Geschichte also.. ja in der Tat… Ich kannte eine Geschichte, und es ist genau die Geschichte die ich euch nun auch erzählen werde! «Hmm… Ja. Ich kenn in der Tat eine Geschichte.» Alle sahen mich wie begeisterte kleine Kinder an und warteten spannend darauf, dass ich ihnen meine Geschichte erzähle. «Es ist eine Weihnachtsgeschichte… hm… es ist unsere Weihnachtsgeschichte!» «Was meinst du mit ‚unsere’?» Fragte Birf. «Warts ab! Hm.. Ihr werdet sicher meinen, dass ihr einige Charaktere der Geschichte wieder erkennt.. Doch ich kann euch versichern… Die Geschichte ist frei erfunden! Ähnlichkeiten wären hier nur reine Zufälle… hehe»

Kapitel 1

Wir befinden uns in Heela. Es ist Winter – der 24. Dezember… Die Geschichte handelt von Chris Scrooge. Ein sehr vereinsamter, grimmiger und geiziger Mensch, dem Weihnachten nichts mehr bedeutete. «Frohe Weihnachten Mr. Scrooge!» Ein wohl netter Herr auf der Straße grüßte ihn. «Pff, Humbug! ARSCH!» Chris trug heute – wie üblich – seinen schicken Anzug. Er war gerade auf dem Weg zur Leichenhalle. Langsam trat er die eisigen Stufen hinauf und öffnete die Tür. «Scheiße. Er ist also wirklich tot. Selbst Schuld, dieser Affe.» Ein Zuständiger kam zu Chris. «Mr. Scrooge, da sind Sie ja. Hier – unterzeichnen Sie bitte.» Jack Marley war heute gestorben. Sein Partner – Sein Weggefährte und auch sein einziger Freund. Zusammen hatten Sie sich viel Geld verdient mit ihrer Anwaltskanzlei. Skrupellos verteidigten Sie Menschen die Unrecht getan hatten. Sie waren gefürchtet, doch auch kaum erreichbar bei solchen Preisen. Scrooge unterschrieb und machte sich auch schon wieder auf den Weg nach draußen. Er zog seinen Hut etwas weiter nach unten und öffnete dann die Tür. «Wenn du jemanden retten sollst, dann dich selbst…» flüsterte er sich selbst zu während er die Stufen wieder hinabging…
Genau sieben Jahre vergingen seit dem Tod Jack Marleys. Es war mittags, und eisig kalt. Scrooge öffnete die Tür der Scrooge & Marley Kanzlei und begab sich in sein Büro. Unberührt von der Kälte setzte er sich in seinen knarrenden Holzstuhl. Nicht weit weg saß Mike Cratchit, sein Sekretär – ihm war sehr wohl kalt. Doch war Scrooge zu geizig um die Heizung aufzudrehen. Mike war sehr arm – und sein Gehalt war auch nicht das Höchste. Er musste sein Haus vor einigen Jahren verkaufen und lebte seitdem in einem Wohnwagen mit seinem Sohn Stefan. Bis auf 42 LCD-Bildschirmen besaß Mike gerade mal ein Plastikklo und eine Anime-Sammlung. Aus Angst vor Scrooge sagte Mike kein Wort und versuchte zu arbeiten. Es dauerte nicht lang bis sich die Tür öffnete und jemand hinein kam. «Hey Bruder! Frohe Weihnachten!» «Oh? Steffen? Guten Tag. Was willst du hier?» Es war Steffen, sein Bruder. Er hatte ihn schon lange nicht mehr gesehen. «Hey Bruder, willst du dieses Jahr nicht zu unserem Essen kommen?» Entsetzt entgegnete Chris: «Zu Weihnachten? So ein bekacktes Fest.. Ach herrje. Weihnachten ist doch sowieso nur eine ganze Abzocke. Das einzig Gute daran ist, dass wir mehr Fälle bekommen. Lass mich mit deiner pseudo-fröhlichen Familie bitte in Ruhe, ich hab besseres zu tun.» «Na, ich hab’s versucht. Frohe Weihnachten.» «Humbug!!» Entgegnete er ihm. Steffen ging anschließend wieder hinaus. Nach gut einer Stunde kam ein weiterer Gast in das Büro von Scrooge. «Mr. Scrooge!! Grüüß Gott. Äch bin Glarg Görbel vom Reichs… nein.. reichen Dienst für Arme Deut… M-Menschen! Ich hoffe sää können dääses Jahr wieder eine TOTALE GROßE SPENDE abgeben! Für wie viel Mark.. nein.. Rupees soll äch Sie eintrrrragen?» «Spende? Gibt es keine Irrenanstalten mehr?» «Äh.. es gäbt noch Konz.. JAAAA… Wieso?» «Dann packen Sie Ihre Typen doch dort hin! Herrgott.» «Ja aberrrr.. NAGUT.. Wie SIE WOLLEN. Dann.. HEILiges FEST..» So stolzierte Glarg Görbel wieder hinaus. Mike sah ihn sehr verwundert an. Chris lehnte sich zurück und starrte auf die verschiedenen Gemälde von Scheiße an der Wand an.
Es wurde bald später Abend und Scrooge war darüber die Kanzlei zu verlassen. «Ehem… Mr. Scrooge?» «WUUUUUUOOOOAAAS?» «… can I get free today lol? xD» «Aha! Soso. Der Mann verdient ne eins. ODER AUCH NICHT! Mal sehen. GUT. Aber dafür sind Sie Morgen viel FRÜHER da, merken Sie sich das.» «kk lol xD» So zog sich Chris seinen Mantel an und setzte seinen Hut auf und machte sich auf den Weg zu seinem Haus, dass auch an der Straße lag. Vor seiner Tür fielen ihm seine Schlüssel runter. Er bückte sich.. nahm seine Schlüssel…. Und als er sich wieder aufrichtete… SAH ER HALB IN DER TÜR EINE FETTE FRAU MIT BEHAARTEN BRÜSTEN!! «WAAAHHHH!!!» Chris erschrak sich so, dass er nach hinten flog und sich vor Angst die Augen verdeckte. Als er die Hände wieder runter nahm.. war die Frau verschwunden.. Hatte er sich das nur eingebildet? «Zum Teufel… Ich hab wohl zu lange gearbeitet.» Vorsichtig öffnete er seine Tür und begab sich dann in den unbeleuchteten Flur und ging zu seinem Schlafzimmer, wo er sich vor dem dort befindenden Kamin in den Sessel setzte und erstmal einen Schluck seines Muntermachers trank. Aus Angst vor seinen Hirngespinsten sicherte er vorsichtshalber sein Zimmer ab und schloss alle Türen mehrfach. Dann setzte er sich erneut in seinen Sessel hinein und lauschte dem Kaminfeuer… Scrooge schloss seine Augen… Und seine noch entspannte Mine wurde schnell zu einer ängstigen, als er Schritte und Klirren von einigen Ketten vernahm. Er zitterte und wünschte sich, dass er sich das nur eingebildet hat. Dann plötzlich hörte er einen Furz… Was war das? «Scheiße… Bin ich schon so alt..?» Dachte er. Doch ehe er sich klar darüber werden konnte bewegte sich der Türgriff seiner Schlafzimmertür. Erschrocken sprang er hinter seinen Sessel und wartete ängstlich… – Stille… DANN PLÖTZLICH flog die komplette Tür aus ihrer Ankerung und schoss in das andere Ende des Zimmers… Eine bläulich leuchtende und etwas durchsichtige Person ging auf Scrooge zu. Ketten umfassten ihn, die an große, schwere Eisenkugeln angebunden waren. «WUUHHHOOHOHOHOHOHOH….. *hust*… Scheiße, was fürn versemmelter Auftritt… Chris!! Erkennst du mich?!» Rief er. «W-W-Was zum Teufel!! AHH!! DU BIST EIN GEIST!… VERDAMMT! JACK MARLEY!! Das… Das kann doch nicht sein… Du musst eine Einbildung sein! Das kommt vom Alkohol… und ich hab heut auch nicht gut gekackt!» Scrooge war sehr verängstigt als er ihn sah. «CHRIS DU PENNER! Hör mir genau zu!» Jack warf ihm seinen Anglerhut zu aus dem viele gierige Grabwürmer hinaus krochen. «WAHH WICHSBIRNE.» «SCHEIßHAUFEN!!!» «OKAY… WAS IST?» «Ich bin hier um dich zu warnen! Wir haben so viel falsch gemacht… Siehst du diese Ketten an meinem Körper? Das ist die Kette, die ich mein Leben lang geschmiedet habe, Glied für Glied. Deine Kette war schon so lang als ich gestorben bin. Du kannst nur ahnen was für ein Ausmaß Deine haben wird! Doch du hast noch die Chance diesem Schicksal zu entgehen! Unsere Prinzipien waren falsch… Sie hätten Menschlichkeit, Gütigkeit, Nächstenliebe sein sollen und nicht Geiz, Gier und Egoismus! Ey nee so geht das echt nicht an was wir hier gemacht hatten!» Sagte Jack Marley in einem lauten und schaurigem Ton. «Was? Du warst doch der Größte in deinem Geschäft!» Entgegnete ihm Chris. «SIEH MICH AN DU A-HA-HA-HA-HARSCH!!» Chris schreckte zurück. «Es werden dich drei Geister besuchen! Erwarte den Ersten um Mitternacht…» «Wuaaaaas? Nur einen? Schick doch gleich alle her. Aber mir wärs morgen Nachmittag lieber, da hab ich dann auch gut gekackt.» «CHRIS DU STÜCK SCHEI-HEI-HEI-HEißE!! AHHHHH!!!» Voller Wut rannte Jack Marleys Geist auf das Fenster zu und flog hindurch ohne es zu zerbrechen… Stille… Chris sank in seinen Stuhl ein und war gerade darüber sich von diesem Schreck zu erholen… «BWAAHHHH HAAAAALT!!!» Tönte es aus dem Fenster und Jack Marley war zurückgekehrt. «ICH HAB MEINEN HUT VERGESSEN!!! Den brauch ich doch für meine schre-he-he-he-heeeeeeeeckliche REISE!!! WAHHH!!!» Er griff sich seinen durchlöcherten Hut und flog wieder hinaus. «CHRIS!!! NIMM DICH IN AA-HA-HA-HAAACHT…..» Jack wurde immer leiser bis seine Stimme nur ein Nachklang in Scrooges Gedächtnis war. «Ach du heilige fickende Scheiße…», fluchte Chris. «Geht grad nich!», kam es aus dem Nebenzimmer… «WER IST DA?» Chris sperrte das Zimmer auf, doch er fand niemanden dort… Sein einziges Bedürfnis war gerade nur ins Bett zu springen und sich zu verstecken… Genau das tat er dann auch.

Kapitel 2

Es war ruhig geworden… Auch Scrooge wurde ruhiger… doch konnte er nicht schlafen. Es dauert nicht lange bis die große Uhr in seinem Zimmer zwölf schlug und er aus seiner Ruhe gerissen wurde. «Das ist… Gas?» Scrooge vernahm in der Tat den Geruch von Gas, doch was hatte das zu bedeuten? Plötzlich sah er an der Decke Flammen! Und kurz darauf hin fing sein ganzes Bett Feuer!! «AHAHAHAHA!!! Take it easy fella!!! Scrooge!» Chris flog von seinem Bett und richtete sich schnell auf. Er sah eine Frau mit einem roten Kopftuch, einem grauen Oberteil und einem braunen Rock. Es war eine rundliche, ältere Frau. Sie hatte eine Kippe in der Fresse und….. SIE FACKELTE SEIN ZIMMER MIT EINEM FLAMMENWERFER AB! «AHAHAHAHA! THIS COUNTRY IS GOING TO HEEELL!!! Scrooge! Ich bin der Geist der vergangenen Weihnacht!» «ZUM TEUFEL… Was ne Bitch…» «Gut, Fella! Dann kann unsere Reise beginnen!» Während sie belanglos wegsah fing das ganze Zimmer an in Flammen aufzugehen und das Licht wurde immer greller. So grell, dass er seine Augen schloss. Als er sie wieder öffnete, fand sich Chris Scrooge draußen wieder… Mit dem Hintern im Schnee. «W-Wo bin ich?… IST MEIN HAUS SCHON SO ABGEFACKELT?» «Fella, NEIN! Außerdem ist die richtige Frage: WANN bist du, nicht wo.» Chris blickte um sich und fand vor sich das Haus seiner Kindheit.. Auf Sueno Islet. «Hier bin ich aufgewachsen! Doch hier ist doch ein Vulkan ausgebrochen.» Verwundert, doch strahlend stand Chris auf und schritt in Richtung des Hauses. Beide betraten das Haus. «Was ist, wenn mich einer sieht?» «Ahh hat dir das deine Mutter nicht beigebracht? Das hier ist nicht live, das ist nur wie ne Wiederholung, Fella.» Beide betraten das karge Wohnzimmer, wo der kleine Chris Scrooge drin saß mit seinem Bruder Steffen Scrooge. «Hey ist das nicht deine Mutter Uschi?» Es war in der Tat Uschi Scrooge! «Oh Scheiße, WAS?» Kurz darauf kam eine Person in den Raum. «Soo. Gugge ma Sohnemann, hier – fröhliche Weihnachten *rülps*» Es war Horst Scrooge! Und er überreichte Chris… eine Dose Bier. «Aber Horst! De Junge is do no 8 Jahre alt, scheiße Mann!» Horst setzte sich in seinen Sessel. «So, jetzt läuft erstmal Schalke. USCHI HOL MA BIEER UND NE CURRYWURST.» «DAAAAAYMN… Was für ne traurige Kindheit, Fella! Lass uns weiter gehen.» Und ehe sich Chris versah drehte sich alles um ihn rum und er fand sich.. vor einem Sexladen wieder. «Okay Bitch der vergangenen Weihnacht. Den Ort hier kenn ich nicht..?» «Das ist… oh… tut mir Leid, mein Fehler!» So schnell wie sie da waren, waren Sie auch wieder weg. Nun befanden Sie sich vor Schäggs Würstelbude. Darin stand der alte Schägg Hiltis.. und Chris Scrooge! «Hey gugg mal Bitch!! Da hab ich gearbeitet! Und da ist der alte Schägg der Penner! Mensch der hatte einen nach den anderen fahren lassen. Kein Wunder, dass wir kaum Kunden hatten.» Eine nette junge Dame kam an den Stand und sah Chris begierig an. Er kannte sie, sie stammte aus einer armen Familie in der Gegend. «Öh… Zwei halbe Hahn bidde.» «Wir verkaufen nur Würstchen!» «Öh.. ja ich weiß.», entgegnete sie. «Wir wollen hier keine Arme!» Sagte Schägg. «Nur Beine!» fügte Chris hinzu. So verschwand sie wieder. «Wusstest du, dass sie auf dich stand?» «Öh.. ja.» «Und du hast sie sausen lassen weil sie arm war? Dir kann man echt nich mehr helfen, Fella! Aber ich bin in Eile!» «Bring mich hier weg… Ich hab genug gesehen…» «Gut! Bye now, fella!»
Chris schloss seine Augen…

Kapitel 3

Als er seine Augen wieder öffnete fand er sich in seinem Bett wieder… Und es brannte sogar nichts! Alles war wieder wie vorher! «Zum Glück…» seufzte Chris. Er richtete sich auf und nahm tief Luft… «Pf-Pf-PFFFFRRRRT!!» Hörte er von Hinten! «WAS ZUM!… …. Ach so.. Du musst dann wohl der Geist der gegenwärtigen Weihnacht sein, oder nicht? Na dann los, bringen wir’s hinter uns..» «J-J-Ja.. PFfüße… Ne! Also.. JA…» Chris wusste nicht genau ob er mit ihm redete, da sich seine Augen in verschiedenen Richtungen im Kreis drehten. Er hatte einen Irokesenschnitt und er hatte den Mund weit offen – jedoch konnte man nur drei Zähne sehen. Er trug ein blaues Shirt mit einem weißen ärmellosen Shirt darüber. Dazu hatte er einen Gürtel der über die Brust und über die Taille ging. Noch dazu hatte er auffallend rote Schuhe. Er griff nach Chris.. auf seiner rechten Hand war eine Zahl eingebrannt… 62. Als er ihn griff bewegten sich beide mit einer Mordsgeschwindigkeit durch Wände und überflogen die Stadt bis sie an einem kleinen Wohnwagen ankamen. Es war das Zuhause von Mike Cratchit. Plötzlich konnten beide in den Wohnwagen sehen. «Bäh ein Plastikklo.» Sagte Chris. Innen drin saß Mike mit seinem Sohn, dem kleinen Stefan. «Hach, is das nichn hübscher Arsch?» Meinte Chris. «Pffrt.» Antwortete der Geist. Als beide näher ran gingen bemerkte Chris erst das Übel, dass dem kleinen Stefan heim suchte. Sein Gesicht bekam die Form eines Arsches. «W-Wird der kleine Überleben?» «Pf-Pf-Pfei dem Einkommen, d-dash Maigg hat…» Chris war sichtlich gerührt von dem kleinen Arsch der aber dennoch sehr optimistisch seinem Vater den Daumen zeigte. «brb lol xD» sagte Mike. «Wo geht er denn hin?» «A-A-A-Aldi… M-M-Mülltonne!! Er kann sisch keinen e-e-echten holländischen Käpfffe leipften…» Der Geist packte Chris fester und sie flogen weiter bis sie an ein Haus ankamen in der Andora Straße. Es war Steffens Haus. Das Haus seines Bruders. «Pfffffffrrrrt!! Das ist Stepfffens Haus. Da is auch eine S-Süüüße drin mhhh leggaaa…» «EY DU LÜSTLING! Das is seine Frau du ARSCH!» «Oh.. Pffuldigung..» so sahen beide durchs Fenster und sahen wie sich Steffen mit seiner Familie prächtig amüsierte. «Amüsieren sie sisch nich prächtig?» Meinte der Geist. «Aber… Steffen sitzt nur da und starrt die Wand an..?» «Vielleicht ischt er away from… nä… ipf denke er ipft nur in gedanken. Vielleicht hätte er gerne seinen Bruder gesephfen.» «Oh nein…» Doch bevor Chris sich alles näher ansehen konnte zog der Geist ihn wieder weiter. Unter ihnen befand sich nun eine alte Person.. einsam und arm. «Ey nee! Das ist doch der alte Schägg!» «Japff.. und.. er hat niemanden.. pffrt.» «Bring mich hier weg…» «Uaaahhhh!! PFFFRT!» Der Geist zog ihn so weit nach oben hinauf bis die Stadt nur ein kleiner Punkt war… UND LIEß IHN DANN PLÖTZLICH LOS. «WUAAAAAAAAHHHH!!!» Chris flog mit einer Mordsgeschwindigkeit auf den Boden zu!! Doch bevor er aufprallte… fand er sich in seinem Zimmer wieder… Auf dem Boden. «Wu… WUAAH… FUCK!!! ICH LEBE NOCH… Puhh… ich hätt mich fast bekackt, Alter.» Sagte er.

Kapitel 4

«Jetzt… muss nur noch… der letzte Geist kommen… Der Geist der zukünftigen Weihnacht… und NEIN… ich will es NICHT SEHEN GOTTVERDAMMTE KAGGEEEE!!» Er merkte es nicht… doch hinter ihm erhob sich ein riesiger Schatten… Als er den Boden knarren hörte drehte er sich um und sah eine gigantische Gestalt über ihm. Es war eine Person mit einem blau-rotem Strampelanzug… einem roten Cape und einer.. roten Leuchte auf seinem Kopf, die das Zimmer hell erleuchtete… Doch das wichtigste Merkmal seines Aussehens war sein höchst ominöser Kopf… Es war nämlich kein Kopf… sondern EIN ARSCH. «B-B-Bist du der Geist der zukünftigen Weihnacht…?» Doch alles was er hörte war ein Furz. Aus dem Nichts erschien hinter dem Geist eine Schalttafel und so drehte sich der Arsch um und drückte mehrere Knöpfe GLEICHZEITIG! Das faszinierte Chris so sehr, dass er seinen Mund nicht mehr schließen konnte!!!! Nachdem der Arsch mehrere Knöpfe gedrückt hatte verschwand die Umgebung um ihn herum seltsamerweise und was er vor sich sah, war ein Wohnwagen. «M-Mike..?» Der Arsch wollte ihm mitteilen, dass er hineinsehen sollte. So ging Chris hinein und sah einen weinenden Mike, der auf ein Bild von einem Arsch starrte. «Wäh er guckt sich Fotos von Hintern an.. Pervers!» Der Arsch zeigte ihm jedoch, dass es sich dabei um seinen mittlerweile verstorbenen Sohn handelte. «Oh…. Er ist.. gestorben… Sag mir.. Sag mir, dass ich das noch verhindern kann!!» Doch auch dieses Szenario verschwand langsam vor den Augen Chris Scrooges. Nun befand er sich mitten in Heela und hörte einige Menschen reden. «Was? Ja, der ist am heiligen Abend gestorben!» «Zum Glück yay rofl wattefux.» Und schon wieder verschwand alles um ihn herum.. bis er sich vor einem Grab wieder fand. «Ist… Ist das mein Grab..?» Der Arsch benutzte beide Hände um den Schnee vom Grab zu wischen. «… Schägg Hiltis… Er hat es also nicht geschafft…» Der Arsch zog ihn ein Stück weiter, wo ein Sarg bereit stand hinunter gelassen zu werden. «W-Wer wird hier begraben, oh Arsch?» Neben dem Sarg stand eine Frau.. «Es ist Steffens Frau! Oh GOTT!! IST STEFFEN TOT? WUAAAAS!» Doch in dem Moment kam von rechts Steffen mit einem Priester. «Ja da isser doch, Arsch!…. Warte… Wer sitzt dann im Sarg….» Chris konnte die Aufschrift am Sarg lesen…. Chris Scrooge. «NUAAAAIIIN!!! DAS KANN NICHT SEIN!!! SAG MIR, DASS ICH DAS RÜCKGÄNGIG MACHEN KANN!!! ARSCH!! UAAARSCH!!!» Der Sarg wurde runtergelassen… in dem Moment wurde für Chris Scrooge alles schwarz… und er fand sich in diesem Sarg wieder und spürte wie er hinuntergelassen wurde. «NEEEEEIIIN!!!! WICHSBIRNE!!! LASS MICH FREEI!!! ICH WILL LEBEN!!!» Es knallte Laut – Chris schloss seine Augen….

Kapitel 5

Als er sie öffnete fand er auf den kalten Holzboden seines Zimmers wieder. «JAA!! ICH HABS GESCHAFFT!! ICH LEBE!!» Chris rannte zu seinem Fenster und öffnete es. Draußen war ein kleiner Junge. «Hey Junge! Wie ist dein Name?» «Cosmo, Sir!» «Gut Cosmo. Welchen Tag haben wir heute?» «Den 25., Sir… Es ist Weihnachten?» «Ja wonderbraa! Du kennst doch den alten Schägg Hiltis oder?» «Ja natürlich… Armer Kerl..» «Gut! Hier – gib ihm diesen Beutel hier, aber sag ihm nicht von wem er ist! Wenn du es in fünf Minuten schaffst, dann bekommst du von mir diesen brandneuen iPod hier!» Cosmo war wie vom Blitz getroffen. «WAAS? OH MEIN GOTT!!» Nachdem Chris den Beutel runter geworfen hatte rannte Cosmo los. Chris machte das Fenster wieder zu und zog sich anschließend fein an. Chris schlug die Tür auf und trat hinaus! «Frohe Weihnachten!» Als er an den Weihnachtssängern, geleitet von Birf Birfus, verstummten alle plötzlich. «Ja was ist denn ihr Penner! … Driving Home for Christmas~ » Und so sangen sie wieder! «Frohe Weihnachten!!» «Mi-Mister.. Scrooge?» Alle sahen ihn verwundert an, doch waren sie total begeistert von seinem Sinneswandel! Chris kam dann an der Scrooge & Marley Kanzlei an und öffnete die Tür. Er ging in sein Büro und setzte sich in seinen Stuhl. Nach kurzer Zeit kam auch Mike Cratchit rein. «DRUAAAI MINUTEN ZU SPÄT!» «S-Sorry… i’m late lol. It’s Christmas! xD» «KOMMEN SIE MAL HER!» Ängstlich trat Mike näher. «DAS GEHT ECHT NICH AN HIER! DAFÜR WERDE ICH IHREN LOHN UMGEHEND ERHÖHEN! UND SIE DÜRFEN SICH HEUTE FREI NEHMEN!» «W-What..?» Mike war so überrascht, dass er fast nach hinten gekippt wäre. «Hier, hier haben Sie einen Gutschein, den können Sie im Baumarkt einlösen. Dafür kriegen sie einen brandneuen Rasenmäher! Mit neuester Technologie!» «O-Oh… Thank you!! lol!!» Damit hatte er ihn richtig reingelegt! Als es abend wurde, befand sich Chris Scrooge vor dem Haus seines Bruders… in der Andora Street. Er klopfte… und Steffens Frau öffnete! «Chris..? Steffööööörn!! Dein Bruder is da!» Steffen rannte zur Tür! «Heey Chris! Du bist ja doch noch gekommen!!» er umarmte ihn und nahm ihn mit nach Innen, wo er bei seiner Familie einen wunderschönen Abend verbrachte.

Der alte Schägg hat seinen Beutel bekommen! Ein Beutel voller Geld von dem er sich eine neue Würstelbude gekauft hat! Er war gerettet. Und Mike Cratchit und Tiny Stefan? Mike Cratchit hatte nun genug Geld um seinen Sohn eine Behandlung zu zahlen und aus dem kleinen Arsch wurde später mal ein richtig großer Arsch! Mike hat von dem Geld auch noch seinen Wohnwagen zum fahren gebracht. Und Chris Scrooge lebte von da an ein erfülltes Leben und wurde zu einem so guten Menschen wie ihn die Welt noch nicht kannte!

Epilog

«Wow! Starke Geschichte, Jack!» Sagte Cosmo. «Hahaha Jack du Arsch!» Chris fand die Anspielungen wohl doch sehr lustig! «Ja, aber was ist dann aus Glarg Görbel geworden?» fragte Birf. «Ehm… der… kam ins Gefängnis!» «Chris Scrooge und Jack Marley… NUR EIN ZUFALL, WAS?» «J-JA! Natürlich!» Sagte ich lachend. Alle waren ziemlich erheitert und schienen sich doch zu freuen. Genau in dem Moment gingen die Lichter wieder an. «Heey wir haben wieder Strom!» Meinte Steffen.
Es war ein echt schöner Abend. Wir hatten uns noch viele Witze erzählt und hatten dabei fast unsere Geschenke vergessen. Und es war auch jeder zufrieden damit, was mich auch sehr freute. Als dann die Nacht schon sehr lang war, legten wir uns alle zu Bett – ja, alle hatten die Nacht im Cafe verbracht! Und es war echt toll, da das ja auch nicht alle Tage passiert! So legte ich mich hin und warf noch ein blick auf das schwach brennende Feuer… und schloss anschließend meine Augen.